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Liechtenstein unter Druck

Die Einführung der Weissgeldstrategie auf dem Finanzplatz Liechtenstein ist ein schwieriger Prozess. Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein sieht auch Chancen für die Zukunft.

Die Akteure auf dem Finanzplatz Liechtenstein befinden sich auf dem Weg zu Geschäftsmodellen, die kompatibel sind mit den Forderungen nach internationaler Steuerkooperation. Erste Erfolge beginnen sich abzuzeichnen, doch das schwierige internationale Marktumfeld lässt nur gedämpfte Prognosen für kurz- und mittelfristige Ertrags- und Wachstumsaussichten zu. Die Banken verzeichneten 2011 zwar Neugeldzuflüsse von 7,1 Mrd. Fr., doch die verwalteten Kundenvermögen nahmen gesamthaft um 1,3% auf 166 Mrd. Fr. ab, was laut FMA insbesondere auf die Höherbewertung des Schweizer Frankens zurückzuführen ist.



Kampf gegen Oasen

Zwei Jahre nach der Weissgeld-Offensive der OECD hat sich einiges getan. Zahlreiche Staaten, die damals auf graue oder schwarze Listen für Steueroasen eingruppiert wurden, haben ihre Standards inzwischen angepasst – so auch die Schweiz.



Yuan

London bereitet sich darauf vor, ein wichtiges Offshore-Handelszentrum für Yuan zu werden. Die Briten arbeiten dabei eng mit Hongkong zusammen, um den Geschäftszweig zu entwickeln.

 

Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) und das englische Schatzamt kamen überein, ein Forum zu schaffen, um die Verbindungen zwischen Hongkong und London in den Bereichen Clearing und Handelsabwicklungen zu stärken.



US-Kunden vor die Tür

Markführer Deutsche Bank und die Unicredit-Tochter HVB bestätigten am Mittwoch, dass sie Wertpapierdepots amerikanischer Staatsbürger in Europa reihenweise kündigten. Der bürokratische Aufwand für diese sogenannten Offshore-Depots stehe in keinem Verhältnis mehr zu den daraus erwirtschafteten Gewinnen, hieß es zur Begründung. Die Deutsche Bank zog deshalb schon im Sommer die Reißleine, die HVB folgt nun zum Jahreswechsel. Betroffen sind tausende Depotinhaber, die vermögende Kundschaft ebenso wie einfache Privatkunden. Girokonten sowie herkömmliche Spar- und Festgeldanlagen bleiben dagegen außen vor.

Auch bei den Schweizer Banken hat der Druck der US-Steuerbehörden ein Umdenken ausgelöst. In den vergangenen Jahren zogen sich die meisten Institute aus dem grenzüberschreitenden Geschäft mit US-Kunden zurück, zuletzt die Credit Suisse. Die Verwaltung unversteuerter Gelder ist ihnen inzwischen zu heiß, die Betreuung von Amerikanern unter Einhaltung aller Regeln zu aufwändig. Zu den verbleibenden Anbietern gehören noch die UBS sowie die Vermögensverwalter Vontobel und Pictet.



Jetzt auch Julius Bär

Nach UBS und CS triffts nun auch Julius Bär. Zwei ehemalige Kundenberater aus dem Kanton Zürich sollen US-Kunden bei der Steuerhinterziehung unterstützt haben.

Nach Darstellung der Ankläger sollen die beiden Kundenberater zusammen mit anderen Beratern mehr als 600 Millionen Dollar von US-Steuerzahlern und weiteren Personen auf Offshore-Konten versteckt und damit Steuern hinterzogen haben.



Bankchefs und Steuerstreit

Die amerikanischen Behörden haben keinen Beweis für eine systematische Marktbearbeitung rund um unversteuertes US-Geld gefunden. Dennoch gaben die Schweizer Bankchefs sofort Forfait und verunmöglichten einen ausgeglicheneren Machtpoker am Verhandlungstisch.

Diese Systematik, in den Klageschriften als «Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten von Amerika» beschrieben, wollen die US-Behörden nun auch den anderen Schweizer Banken nachweisen. In der zweiten Runde des Steuerstreits stehen Banken wie die Credit Suisse, Julius Bär, Bank Wegelin, die Basler und die Zürcher Kantonalbank im Fokus. Betroffen ist aber der gesamte Finanzplatz Schweiz.



London zielt auf Steuersünder

Die britische Steuerverwaltung nimmt Steuersünder ins Visier: Sie will Kontoinhaber direkt anschreiben und zur sofortigen Offenlegung ihrer Bankverhältnisse auffordern. Betroffen sind rund 6000 Kunden der HSBC Schweiz.



Luxemburg: CD mit Daten

Die offizielle Mitteilung ist dürftig. Die Schockwellen, die das vierzeilige Statement des nordrhein-westfälischen Finanzministeriums durch die Republik jagt, werden allerdings gewaltig sein. Die Düsseldorfer Behörde bestätigte gestern den Ankauf einer CD mit Daten von Steuerpflichtigen, die Kapital auf Luxemburger Konten haben. Die Informationen sind, wie es weiter heißt, den betroffenen Bundesländern zur Auswertung zugegangen.



Panama wirbt um Investoren

Investitionsprogramme in Milliardenhöhe, enorme Steuervorteile und die exzellente Lage am Schnittpunkt zwischen Nord- und Südamerika: Mit handfesten Business-Vorteilen will Panama in den nächsten Jahren mehr deutsche Investoren in das mittelamerikanische Land holen. Mit einer groß angelegten Investorenveranstaltung „Panama Invest 2011“ warben hochrangige Kabinettsmitglieder der panamaischen Regierung heute in München für mehr deutsche Investitionen in der Bauwirtschaft, im Logistiksektor, im Tourismus sowie im Dienstleistungsbereich (Handel, Banken und Versicherungen).