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US-Kunden vor die Tür

Markführer Deutsche Bank und die Unicredit-Tochter HVB bestätigten am Mittwoch, dass sie Wertpapierdepots amerikanischer Staatsbürger in Europa reihenweise kündigten. Der bürokratische Aufwand für diese sogenannten Offshore-Depots stehe in keinem Verhältnis mehr zu den daraus erwirtschafteten Gewinnen, hieß es zur Begründung. Die Deutsche Bank zog deshalb schon im Sommer die Reißleine, die HVB folgt nun zum Jahreswechsel. Betroffen sind tausende Depotinhaber, die vermögende Kundschaft ebenso wie einfache Privatkunden. Girokonten sowie herkömmliche Spar- und Festgeldanlagen bleiben dagegen außen vor.

Auch bei den Schweizer Banken hat der Druck der US-Steuerbehörden ein Umdenken ausgelöst. In den vergangenen Jahren zogen sich die meisten Institute aus dem grenzüberschreitenden Geschäft mit US-Kunden zurück, zuletzt die Credit Suisse. Die Verwaltung unversteuerter Gelder ist ihnen inzwischen zu heiß, die Betreuung von Amerikanern unter Einhaltung aller Regeln zu aufwändig. Zu den verbleibenden Anbietern gehören noch die UBS sowie die Vermögensverwalter Vontobel und Pictet.